Gesundheitspolitik – Huml: Hepatitis-Impfschutz überprüfen – Bayerns Gesundheitsministerin zum Welt-Hepatitis-Tag am 28. Juli: Impfraten der Hepatitis-B-Impfung bei Erstklässlern sind gestiegen

Bayerns Gesundheitsministerin zum Welt-Hepatitis-Tag am 28. Juli: Impfraten der Hepatitis-B-Impfung bei Erstklässlern sind gestiegen

Bayern / München – Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml rät angesichts der bevorstehenden Urlaubszeit dazu, den Hepatitis-A-Impfschutz insbesondere bei Reisen in die Tropen oder auch in südliche Mittelmeerländer zu überprüfen. Huml betonte am Freitag anlässlich des Welt-Hepatitis-Tages am 28. Juli: „Jede Impfung zählt! Mit einer Impfung kann man sich wirksam gegen Hepatitis A und B schützen. Sie ist zudem gut verträglich. Impfberatung bieten neben den Hausärzten auch das örtliche Gesundheitsamt oder tropenmedizinische Institute an. Grundsätzlich können versäumte Impfungen nachgeholt werden.“Gesundheitspolitik - Aktuell -

Huml, die approbierte Ärztin ist, unterstrich: „Die typischen Symptome bei einer Erkrankung mit Hepatitis A oder B können anfangs unspezifisch sein und mit Müdigkeit, Appetitlosigkeit, Übelkeit und Erbrechen einhergehen. Häufig kommt es danach zu einer Gelbfärbung von Haut, Schleimhäuten und der Lederhaut des Auges. Eine Hepatitis-Erkrankung kann zu schweren Krankheitsverläufen und sogar zum Tod führen. Wichtig ist eine frühzeitige Diagnostik.“

Nach Angaben des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) erkrankten im Freistaat im vergangenen Jahr 936 Menschen an Hepatitis B und 111 an Hepatitis A. Drei Menschen in Bayern starben 2016 infolge ihrer Hepatitis-B-Infektion. Die Hepatitis-B-Impfung wird seit 1995 generell für alle Säuglinge und Kleinkinder empfohlen. Die Ministerin erläuterte: „Erfreulich ist, dass die Hepatitis-B-Impfraten bei den Erstklässlern in Bayern seit dem Schuljahr 2003/2004 deutlich gestiegen sind: Laut den Daten der Schuleingangsuntersuchung sind die Impfquoten bis zum Schuljahr 2015/2016 um 11,8 Prozentpunkte auf 86 Prozent gestiegen. Hier dürfen wir auch künftig nicht nachlassen, um die Impfraten weiter zu erhöhen.“

Hepatitis A verursacht eine akute Leberentzündung. Eine Impfung wird von der Ständigen Impfkommission (STIKO) grundsätzlich für alle Menschen empfohlen, die ein erhöhtes Infektionsrisiko für diese Viren haben. Das ist zum Beispiel bei Personal in medizinischen Einrichtungen oder in Kindertagesstätten der Fall oder auch bei Personen mit hoher Infektionsgefährdung (z.B. durch Sexualverhalten). Das Virus ist in Ländern mit schlechten sanitären Bedingungen verbreitet und kann über verunreinigtes Trinkwasser oder verunreinigte Lebensmittel direkt übertragen werden. Huml ergänzte: „Deshalb sollte sich jeder Urlauber vor der Abreise umfassend über sein Ziel informieren. Empfohlen wird die Impfung gegen Hepatitis A für Reisende in Regionen mit hohem Vorkommen, etwa bei Reisen in die Tropen oder in den Mittelmeerraum wie die Türkei und Ägypten“.

Hepatitis B ist weltweit verbreitet. Der Krankheitsverlauf ist meist schwerer als bei Hepatitis A, kann in rund zehn Prozent der Fälle chronisch verlaufen und zu Leberzirrhose und Leberkrebs führen. Eine Ansteckung mit dem Virus ist am häufigsten über Blut möglich. So etwa durch den Kontakt zu blutenden Verletzungen, durch ungeschützten Geschlechtsverkehr, bei injizierendem Drogengebrauch, bei gemeinsamer Verwendung von Rasiermessern sowie bei unsachgemäßem Tätowieren, Akupunktur, Piercen und Ohrlochstechen oder während der Geburt beim Neugeborenen durch eine infektiöse Mutter. Sowohl die akute als auch die chronische Form der Hepatitis B können ansteckend sein.

Weitere Informationen finden Sie unter:

https://www.stmgp.bayern.de/vorsorge/impfen/argumente/.

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Urheber: © Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege

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